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Grasmilben beim Hund

von Dr. Rüdiger Wahl

Grasmilben beim Hund

von Dr. Rüdiger Wahl

Wie erkenne ich Grasmilben beim Hund, was kann ich dagegen tun, und wie lässt sich vorbeugen?

Grasmilben beim Hund erkennen

Grasmilben (Neotrombicula autumnalis) oder auch als Herbstmilbe bekannt, gehören zur Familie der Milben und sind Spinnentiere. Grasmilben leben in Wiesen und Wäldern und sind auf der ganzen Welt verbreitet, sie werden lediglich 0,3 Millimeter groß. Der Befall von Grasmilben lässt sich beim Hund häufig durch folgende Symptome erkennen:

  • starker Juckreiz
  • gerötete Haut unter dem Fell
  • Entzündungen an z.B. Biss- und Kratzstellen

Warum jucken Bisse von Grasmilben?

Grasmilben sondern mit Ihrem Speichel beim Stich bzw. Biss ein Sekret ab, dieses betäubt die Stelle Bissstelle kurzzeitig und löst im Anschluß einen sehr heftigen Juckreiz beim Hund aus.

Achtung, die Bissstellen der Grasmilbe können sich leicht entzünden

Die Bissstelle der Grasmilben können sich leicht entzünden, da sich Hunde nur mit kratzen und beissen gegen den Juckreiz behelfen können. Dabei können Bakterien leicht in die wunde Stelle transportiert werden und verursachen somit die Entzündung. Der oft quälende Juckreiz setzt oft erst mit einer Zeitverzögerung von bis zu 8 Stunden ein. Zum Teil ist dann kaum noch nachvollziehbar wann und an welchem Ort sich Ihr Hund die Milben eingefangen hat. Der Schmerz des Bisses der Grasmilben kann noch mehrere Tage spürbar sein. Um den Einstich herum kann es zudem zu einem Hautausschlag kommen.

Zum Schutz vor Grasmilben können Sie ein abwehrendes Spray verwenden

Wie kommen Grasmilben auf den Hund?

Larven der Grasmilben werden von den Weibchen im Gras auf Wiesen und im Wald abgelegt. Nach dem Schlüpfen benötigen die jungen Larven Nahrung, daher befallen sie alles was sie erreichen können. Vornehmlich sind es Säugetiere aller Art die durch Wald und Wiesen laufen und dabei in Berührung mit den Milben kommen. In erster Linie zählen hierzu Hunde, Katzen, Mäuse und Pferde. Grasmilben befallen genau die Stellen bei Tieren, die mit dem Boden und den Gräsern auf denen sie sitzen in Berührung kommen. Zuerst sind es Pfoten, die Beine, der Bauch, die Brust, bis hin zu Kopf und Ohren. Wenn die Tiere auf der Wiese herumtollen kommen fast alle Körperteile mit Gras in Berührung. Dieser kurze Kontakt reicht der Milben aus um auf den Wirt aufzuspringen.

Beissen, bzw. stechen Grasmilben?

Die Larven der Grasmilben ernähren sich nach dem Schlüpfen von Gewebe und Gewebsflüssigkeiten, genauer von Lymphflüssigkeit und Zellsäften, die sie mit Ihren Bissen aufnehmen. Danach fallen sie von Ihren Wirten ab. Grasmilben übertragen dabei keine Krankheiten, was aber bleibt sind Juckreiz, Rötung und mögliche Entzündungen.

Wo beissen die Grasmilben den Hund?​

Die Milben suchen sich Stellen am Tier mit dünner Haut, da sie hier besonders leicht an ihre Nahrung kommen. Es sind also weniger die Pfoten, sondern vielmehr der weiche Bereich am Bauch, in den Achseln und an den Ohren. Durch den einsetzenden Juckreiz nach dem Stich können Sie bereits an einem ständigen Lecken und Kratzen Ihres Tieres erkennen, dass etwas nicht stimmt.

Wie sehen Grasmilben aus?

Die Grasmilben sind für uns kaum sichtbar, da sie nur etwa 0,3 Millimeter klein sind. Die Larven derGrasmilben haben eine charakteristische orange-rote Färbung und sind auf heller Haut des Hund zu erkennen.

Wann und wo gibt es besonders viele Grasmilben?

Grasmilben und ihr Larven haben Ihre Hauptzeit etwa ab März auf und lauern gern im Gras und etwa kniehohen Pflanzen.

Test auf Grasmilben

Sie können testen ob sich im Gras in Ihrem Garten Grasmilben eingenistet haben. Legen Sie im Sommer ein helles Tuch auf den Rasen. Binnen kurzer Zeit können Sie sehen wie viele Grasmilben sich dort, binnen kurzer Zeit zum “Sonnenbaden” ansammeln werden. Durch Ihre Signalfarbe sind die kleinen Plagegeister, trotz ihrer geringen Größe, gut auf dem hellen Untergrund zu erkennen.

Grasmilben ausbürsten um auf Grasmilben zu testen

Sie können Ihren Hund auf eine weiße Unterlage wie ein Handtuch oder Großes Papier stellen und ausbürsten.  Die Milben fallen leicht aus dem Fell und Sie können einschätzen wie stark der Befall ist. Bei einem Verdachtsfall ist dies eine sehr einfache Methode um Grasmilben zu erkennen.

Wie schütze ich meinen Hund vor Grasmilben?

Sie können versuchen im eigenen Garten vorzubeugen, indem Sie regelmäßig den Rasen kurz halten, denn Grasmilben fühlen sich besonders in höherem Gras sehr wohl. Kompostieren Sie Gartenabfälle, wie den Grünschnitt des und den Grasschnitt möglichst weit abseits der Spielfläche Ihres Vierbeiners. Dieser Tipp ist allerdings für öffentliche Wiesen und Wälder eher nicht praktikabel. Sollte Ihr Hund besonders stark betroffenen sein sollte Sie auf jeden Fall auf repellierende Mittel zurückgreifen, um Entzündungen und massive Hautprobleme zu vermeiden. Wir empfehlen in diesem Fall ein abwehrendes (repellierendes) Spray gegen Grasmilben und Zecken.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Grasmilben hat? 

Wenn Ihr Hund betroffen ist und Grasmilben hat, können Sie gegen die Milben ein Antimilben-Shampoo verwenden. Die Grasmilben lassen sich relativ leicht aus dem Fell auswaschen, da sie sich lediglich auf der Haut bewegen. Sie sollten allerdings bis zum abklingen der Symptome, nach Möglichkeit, auf ausgiebige Spaziergänge im hohen Gras verzichten. Zumindest so lange wie der Juckreiz noch stark ist, um nicht noch mehr Milben einzufangen und das Problem weiter zu verstärken.

Mein Hund hat Grasmilben, sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

In schweren Fällen sollten Sie auch den Tierarzt kontaktieren und nach Mitteln gegen Juckreiz befragen. Sollten die Hautstellen bereits entzündet sein, sollten diese dringend tierärztlich versorgt werden. Wenn die Symptome abklingen sollte unbedingt ein Schutz erfolgen. Hausmittel sind meistens keine gute Wahl, das diese oft wirkungslos sind.

Kann ich Grasmilben vorbeugen?

Sie sollten unbedingt vorbeugen, wenn Ihr Hund starke Symptome wie Juckreiz zeigt und auch auf Milben reagiert. Wir empfehlen hier unsere abwehrenden Mittel. Unsere Mittel sind rein biologischen und schützen im Bedarfsfall vor einen erneuten Befall.

Welches Hausmittel hilft gegen Juckreiz bei Hunden?

Jeder Juckreiz hat Ursachen, denen Sie in jedem Fall auf den Grund gehen sollten. 
Die häufigsten Verursacher für Juckreiz bei Hunden sind: Parasiten, dazu gehören Zecken, Flöhe und sehr häufig auch Milben. Aber auch Bakterielle Infektionen können der Grund für einen starken Juckreiz sein. Pilzinfektionen gerade im Bereich der Ohren sind sehr häufig, gerade bei Hunderassen mit “Schlappohren”. Auch kann Ihr Hund eine Futtermittelallergie entwickelt haben Allergien sind im Allgemeinen auch bei Tieren sehr stark verbreitet, ausgelöst werden sie durch Umwelteinflüsse, oder im Haus bei einer Hausstauballergie.

​Es ist bekannt, dass folgende natürliche Hausmittel und Wirkstoffe bei Juckreiz helfen:​

  • Fenchelsamen (wirkt lindernd  auf den Juckreiz)
  • Kamillentee (kann den Juckreiz kurzfristig lindern)
  • Aloe-Vera-Gel (wirkt beruhigend auf die Haut)

Zudem wird Apfelessig nachgesagt, dass dieser gegen Flöhe wirkt. Einen Schutz, also eine abwehrende Wirkung verspricht der Essig allerdings nicht, zudem riecht er auch nicht wirklich angenehm.