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Allergene

von Avantal

Allergene

von Avantal

Wenn Sie an Allergien leiden oder vermuten, dass Sie eine Allergie haben, wissen Sie vielleicht nicht, was genau Allergene sind und wie sie Ihren Körper beeinflussen können. Allergene sind Substanzen, die bei manchen Menschen eine allergische Reaktion auslösen können.

Es gibt viele verschiedene Arten von Allergenen, darunter:

  • Pollen von Gräsern, Bäumen und Blumen
  • Tierhaare und -staub
  • Schimmelpilzsporen
  • Nahrungsmittel wie Nüsse, Milchprodukte und Eier
  • Medikamente
  • Latex (in manchen Kondomen, Handschuhen und anderen medizinischen Produkten)

Allergene können auf verschiedene Arten in den Körper gelangen, z.B. durch Einatmen, Berührung oder Verzehr. Die Symptome einer allergischen Reaktion können sehr unterschiedlich sein und können von leicht bis schwerwiegend reichen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Allergie haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Allergie abklären zu lassen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ein Arzt kann Ihnen sagen, ob Sie tatsächlich eine Allergie haben und welche Schritte Sie unternehmen sollten, um sich vor Allergenen zu schützen und allergische Reaktionen zu vermeiden.

Das Bild zeigt verschiedene Lebensmittel die Allergene in sich tragen

Allergene sind überwiegend Proteine, also Eiweißstoffe, die sich wiederum aus einzelnen Allergenen zusammensetzen.

Unterscheidbar macht sie zunächst ihr individuelles Molekulargewicht:

  • Mindestens 95% aller bekannten Allergene sind Proteine, also Eiweißstoffe.
  • Nahezu alle Proteine können auch als Allergene auftreten.

Allergene lösen Allergien aus​

Allergene lösen durch die Vermittlung des körpereigenen Immunsystems eine überempfindliche Reaktion des Körpers aus.

Diese Überreaktion des Körpers auf das Allergen, mit seinen begleitenden Symptomen nennen wir Allergie.

Allerdings gibt es auch einige Medikamente, wie z.B. Penicillin, die als Allergen fungieren, aber keine Proteine sind.

Diese können bei einer Typ 1 Allergie, das ist eine Allergie, die über das IgE (Immunglobulin E) ausgelöst wird, die entsprechenden Symptome einer allergischen Erkrankung beim Menschen auslösen. Die Einzelallergene werden in Haupt-, Intermediär und Minorallergene eingeteilt.

Die häufigsten Allergene

Die Allergene die am häufigsten Allergien auslösen sind:

  • Pollen wie von den Gräsern, z.B. Wiesenlieschgras, Bäumen wie z.B. der Birke und Kräutern wie z.B. Beifuss
  • Milben wie den Hausstaubmilben, z.B. Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae etc.
  • Vorratsmilben wie z.B. Acarus siro, Tierepithelien, wie z.B.
  • Haus- und Nutztiere z.B. Katze, Hund, Pferd
  • Schimmelpilze wie Alternaria tenuis und Cladosporium herbarum,
  • Insektengifte wie von der Biene und Wespe
  • Lebensmittel allergene wie z.B. vom Hühnerei und der Kuhmilch.

Das ist die größte Gruppe von Substanzen die Allergien auslösen können, wobei sich die Allergie mit unterschiedlichen Symptomen bemerkbar machen kann.

Lebensmittel Allergene

In der EU gibt es 14 Allergene, die in Lebensmitteln deklariert werden müssen, wenn sie als Zutat verwendet werden oder als Spuren in den Lebensmitteln enthalten sind. Diese Allergene sind:

  1. Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer)
  2. Krebstiere und daraus hergestellte Erzeugnisse
  3. Eier und daraus hergestellte Erzeugnisse
  4. Fisch und daraus hergestellte Erzeugnisse
  5. Erdnüsse und daraus hergestellte Erzeugnisse
  6. Sojabohnen und daraus hergestellte Erzeugnisse
  7. Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse (einschließlich Laktose)
  8. Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien und Macadamia-Nüsse)
  9. Sellerie und daraus hergestellte Erzeugnisse
  10. Senf und daraus hergestellte Erzeugnisse
  11. Sesamsamen und daraus hergestellte Erzeugnisse
  12. Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/L
  13. Lupinen und daraus hergestellte Erzeugnisse
  14. Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse

Diese Allergene müssen in der EU in Lebensmitteln deklariert werden (hier finden Sie die EU-Verordnung über die Bereitstellung von Informationen über Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen), wenn sie als Zutat verwendet werden oder als Spuren in den Lebensmitteln enthalten sind. Dies soll Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten helfen, die entsprechenden Lebensmittel zu identifizieren und zu vermeiden. Wenn Sie eine Allergie gegen eines dieser Allergene haben, sollten Sie sich immer die Zutatenliste von Lebensmitteln genau ansehen, um sicherzustellen, dass diese Allergene nicht enthalten sind.

Allergene Ei

Ei ist eines der zuvor genannten 14 Allergene, die in der EU in Lebensmitteln deklariert werden müssen,

Eine Allergie gegen Ei kann durch den Verzehr von Eiern oder daraus hergestellten Erzeugnissen ausgelöst werden. Ei kommt in vielen verschiedenen Lebensmitteln vor, darunter Backwaren, Suppen, Saucen, Desserts und vielen anderen.

Symptome einer Ei-Allergie können sehr unterschiedlich sein und reichen von leicht bis schwerwiegend. Mögliche Symptome einer Ei-Allergie sind:

  • Hautausschläge, Juckreiz oder Rötungen
  • Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Hals
  • Atembeschwerden oder Engegefühl in der Brust
  • Nesselsucht
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohnmacht
  • Fieber
  • Anaphylaktischer Schock (eine schwerwiegende allergische Reaktion, die schnelles Handeln erfordert)

Allergie gegen Pistazien Symptome

Wenn Du eine Allergie gegen Pistazien hast, kann es zu einer Vielzahl von Symptomen kommen, darunter:

  • Juckende Haut, Nesselsucht oder Hautausschlag
  • Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit oder Keuchen
  • Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • Schwere allergische Reaktionen wie Anaphylaxie

Um diese Symptome zu vermeiden, ist es am besten, Pistazien und Produkte, die Pistazien enthalten, zu vermeiden. Du solltest auch aufmerksam die Zutatenlisten von Lebensmitteln lesen und darauf achten, dass Pistazien oder Pistazienextrakte nicht enthalten sind.

Es kann hilfreich sein, eine medizinische Notfallkarte bei sich zu tragen, um andere auf Deine Pistazienallergie aufmerksam zu machen. Es ist auch ratsam, ein Antihistaminikum bei sich zu haben, falls Du plötzlich Symptome entwickelst.

Wenn Du schwere allergische Reaktionen hast, solltest Du so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Dein Arzt kann Dir auch weitere Tipps geben, wie Du Deine Allergie besser verwalten kannst.

In jedem Fall solltest Du Deine Pistazienallergie sehr ernst nehmen und alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um mögliche Symptome zu vermeiden.

Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich für Dich sind! Bleib gesund!

Wie kann getestet werden, welches Allergen vorliegt?

Das Molekulargewicht der Proteine wird über die SDS-PAGE und die Allergene über den Westernblott bestimmt.

Um festzulegen ob es sich in dem Gesamtallergenextrakt um ein Haupt-, Intermediär- oder Minorallergen handelt, muss ein Westernblot mit wenigstens 10 Seren entsprechender Allergiker durchgeführt werden, so z.B. Gräser-, Birkenpollen-, Alternaria alternata-, Katze, Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus Allergikern etc. Wenn größer/gleich 50% der Patienten auf ein Allergen mit einem bestimmten Molekulargewicht sensibilisiert sind, spricht man vom Hauptallergen, bei 25-50% von Intermediär- und bei kleiner/gleich 25% vom Minorallergen.

Einzelallergene

Von vielen Allergenextrakten sind die Einzelallergene bereits bekannt, so zu nennen wären u.a.:

  • Ein Hauptallergen bei der Birke Bet v1, bei den Gräser Phl p 1und Phl p 5,
  • Bei der Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus Der p 1und Der 2
  • Bei der Katze Fel d1.

Dies stellt aber nur einen sehr kleinen Ausschnitt dar. Ein wichtiges Minorallergen ist bei der Birke das Bet v 2, Profilin, das im Rahmen der pollenassoziierten kreuzreaktiven Nahrungsmittelallergie eine wichtige Rolle spielt. Es ist ein gemeinsames Allergen. Tropomyosin, Der p 10, ist ebenfalls ein wichtiges Minorallergen, Es ist ein Muskelprotein und spielt bei der Kreuzreaktion zwischen der Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus und der Garnele eine wichtige Rolle.

Es ist ebenfalls ein gemeinsames Allergen. Auf alle bisher charakterisierten Einzelallergene, die oft rekombinant, d.h. gentechnologisch hergestellt wurden, soll hier aber nicht eingegangen werden. Die meisten Einzelallergene spielen eine Rolle bei der Betrachtung der Kreuzreaktion. Damit ein Allergenextrakt wirksam ist, muss er wenigstens das/die Hauptallergene enthalten.

Molekulare Allergologie

Spezifische IgE-Messungen zeigten auch, dass die Messung mit den Einzelallergenen Der p1, Der p 2 (Dermatophagoides püteronyssinsus), Bet v1 (Birke), Phl p 1 und 5 (Gräser) Alt a 1 Alternaria alternata) was die Allergenklassen betraf, keine höhere Klasse aufzeigte, als wenn die Messung mit dem Gesamtallergenextrakt-Allergenträger durchgeführt wurde. Die molekulare Allergologie, so wird diese Richtung genannt, hat zwar hohes wissenschaftliches Potential, aber die Umsetzung in die Praxis, Therapie, wird wohl noch etwas dauern.

Welche Allergene sind noch bekannt, bzw. kategorisiert?

Berufsallergene

Zu erwähnen sind auch die Berufsallergene, wie z.B. das Mehl beim Bäckerasthma, allergische Reaktionen auf Labortiere, wie z.B. Ratte oder auf Latex, wie z.B. in Gesundheitsberufen.

Friseure können auf Haarfärbemittel allergisch reagieren wie z.B. Henna. Untersuchungen von mir ergaben, dass Henna farblos eine geringere allergene Potenz aufwies als Henna rot. Bei Tischlern können Holzstäube (sägen) allergische Reaktionen bei den Tischlern durch das Einatmen hervorrufen. Untersuchungen zeigten, dass die exotischen Hölzer wie z.B. Mahagoni eine höhere allergene Aktivität aufwiesen als die einheimischen Hölzer wie z.B. der Fichte.

Hobbyallergene

Auch so genannte Hobbyallergene gibt es wie bei Aquarianern auf Fischfutter. Die Quelle dafür sind die Chironomiden, die als Fischfutter verfüttert werden, und allergene Potenz aufweisen. Angler können allergische Reaktionen auf den Köder, wie die Larven der blauschimmernden Schmeissfliege entwickeln, was ich selber mittels unterschiedlicher biochemischer Techniken nachweisen konnte.

Die Pseudoallergien

Wie gesagt können auch einige Medikamente Allergien auslösen. Dabei handelt es sich überwiegend um eine Pseudoallergie. Unter Pseudoallergie versteht man, dass die Reaktionen beim Menschen wie bei einer Typ I Allergie sind, aber das nicht über die IgE Typ I Allergie läuft. Mit all diesen Allergenen kommen die Menschen durch das Einatmen, Hautkontakt, orale Einnahme oder Injektion, beim Insektenstich, in Kontakt. Am stärksten von den Allergien betroffen sind die Atopiker.

Die seltenen Allergene

Es gibt auch seltene Varianten, die bei entsprechend disponierten Personen einen großen Leidensdruck auslösen können. Darauf soll hier kurz eingegangen werden. Vor ca. 10 Jahren zählte Latex zu den seltenen Stoffen, die eine Allergie auslösen konnten, was es jetzt nicht mehr der Fall ist. Aber der latexartige Saft spielt bei der seltenen Allergie auf Ficus benjamina (Birkenfeige) eine wichtige Rolle. Die Blätter des Ficus geben einen latexartigen Saft ab, der vom Hausstaub gebunden wird, der sich auf die Blätter legt und durch Windbewegungen im Wohnbereich verteilt wird. So wird dieser kontaminierte Hausstaub von dem Bewohner/in eingeatmet und kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Also denken sie auch bei allergischen Reaktionen im Wohnbereich an die Zimmerpflanzen. Aber das größte Allergen im Wohnbereich stellt mit Abstand die Haustaubmilbe dar.

Blumenerde als Allergen

Blumenerde kann allergische Reaktionen hervorrufen, z.B. beim Umtopfen. Nur ist es nicht die Erde, sondern wie ich zeigen konnte der Schimmelpilz Cladosporium herbarum, der in der Blumenerde vorkommen kann.

Gelatine als Allergen

Auch bei den Nahrungsmitteln gibt es seltene Varianten. Dazu zählt Gelatine, die in einer Vielzahl von Produkten tonnenweise, wie z.B. in Gummibärchen verarbeitet wird. Dr. Wahl verfasste die bis dato weltweit erste Arbeit dazu, gemeinsam mit Herrn Professor Kleinhans. Allerdings löst Gelatine löst nur sehr selten entsprechende Allergien aus. Auch muss man hier zwischen der Rinder-, Schweine- und Fischgelatine als Allergen unterscheiden. Dr. Wahl vermutet, dass bei den allergischen Reaktionen nach dem Genuss von Gummibärchen nicht so sehr der Farbstoff Tartrazin die Allergenquelle war, sondern die Gelatine, nur das wusste man damals noch nicht, als man den Einsatz von Tartrazin als Farbstoff bei der Gummibärchenherstellung verbot.

Pizza als Allergen

Bei der Pizza kann es das Lupinenmehl sein, dass immer häufiger zur Pizzaherstellung eingesetzt wird, da es sehr preiswert ist, aber auch ein Allergen ist. Beim Mehl spielt auch der Reismehlkäfer Tribolium confusum als Allergen eine Rolle, der im Mehl mit vorkommen kann und durch das Einatmen des Mehlstaubs zu allergischen Reaktionen führen kann.

Carmin als Allergen

Das Carmin, das z.B. beim einem bekannten namensähnlichen Getränk mit verarbeitet wird, kann allergische Reaktionen auslösen. Das Carmin wird aus Kakteen gewonnen, die auf Fuerteventura wachsen.

Urin als Allergen

Beim Leguan konnte Dr. Wahl mit dem Magic Stick (INA) den Urin als Allergenquelle identifizieren. Eine Frau bekam schwere asthmatische Beschwerden wenn sie den Käfig ihres Leguans reinigte. Der Grund war dafür das Spreu, das mit dem Urin verunreinigt war und sie den mit Urin kontaminierten Staub beim Reinigen des Käfigs einatmete.

Sperma als Allergen

Seminalplasma (Sperma) kann auch zu allergischen Reaktionen führen, wie Dr. Wahl mit Mitarbeitern zeigen konnte. Auch konnten das Forscherteam um Dr. Wahl über verschiedene biochemische Methoden das verantwortliche Allergen aus dem Seminalplasma isolieren und charakterisieren. Über spezifische IgE Messungen konnten in dem Serum einer entsprechenden Seminalplasmaallergikerin das spezifische IgE mit Klasse 3, d.h. klinisch sehr auffällig nachgewiesen werden.

FAQ Allergenen

Was sind die 14 Allergene?

In der EU gibt es 14 Allergene, die in Lebensmitteln deklariert werden müssen, sofern diese als Zutat verwendet werden oder als Spuren in den Lebensmitteln enthalten sein könnten. Diese Allergene sind: Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen und Weichtiere. Wenn Sie eine Allergie gegen eines dieser Allergene haben, sollten Sie sich immer die Zutatenliste von Lebensmitteln genau ansehen, um sicherzustellen, dass diese Allergene nicht enthalten sind. Dies hilft Ihnen dabei, die entsprechenden Lebensmittel zu identifizieren und zu vermeiden.

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