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Medikamentenallergie

von Avantal

Medikamentenallergie

von Avantal

Eine Medikamentenallergie ist eine allergische Reaktion auf ein Medikament. Sie kann sich durch Symptome wie Hautausschläge, Juckreiz, Atembeschwerden, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen äußern und in schweren Fällen sogar zu einem anaphylaktischen Schock führen, einer lebensbedrohlichen Reaktion mit Atembeschwerden, Schockzuständen und Kreislaufkollaps.

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder Ihr Baby eine Medikamentenallergie haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose zu stellen und die passende Behandlung zu erhalten. Es ist wichtig, dass Menschen mit einer Allergie ihren Arzt informieren und immer eine Armbanduhr oder einen medizinischen Ausweis tragen, in dem die Art der Allergie vermerkt ist.

Bild zeigt Teströhrchen zur Bestimmung von Medikamentenallergie

Lösen viele Medikamente eine Medikamentenallergie aus?

Es gibt nicht viele Medikamente die eine Typ I, d.h. IgE mediierte Allergie beim Patienten hervorrufen können. Am bekanntesten ist das Penicillin. Etwa 10% der Patienten berichten von einer Penicillinallergie, 90% hingegen tollerieren Penicillin ohne allergische Nebenwirkungen.

Weniger als 1% der Verwender reagieren allergisch auf Insulin, das gentechnologisch hergestellt wurde. Die gleiche Prozentzahl gilt für Patienten, die mit Chemotherapeutika behandelt werden.

Allergie durch Röntgen ist möglich

Auch ist bekannt das Röntgenkontrastmittel allergische Reaktionen hervorrufen können. Die meisten Reaktionen die nach Gabe von Corticosteroiden erfolgen sind keine Typ I sondern Typ IV. Dies bedeutet, dass spezifisches IgE kann darauf im Serum des Patienten nicht gemessen werden, wie z.B. mit dem EAST (Enzym Allergo Sorbent Test).

Hühnereier und Medikamentenallergie

Hühnereiallergiker sollten bei bestimmten Medikamenten aufpassen, da sie auf Hühnerei „gezüchtet“ wurden. Das würde dann bei dem Hühnereiallergikern zu einer Typ I Reaktion mit den entsprechenden allergischen Symptomen führen.

Gelatine und Medikamentenallergie

Gelatineallergiker müssen bei der Einnahme bestimmter verkapselter Medikamente aufpassen, da die Kapseln in einigen Fällen auf Basis von Gelatine hergestellt werden („Gummibärchenallergie“).

Im Rahmen der Untersuchung zur „Gummibärchenallergie“ konnten Dr. Wahl gemeinsam mit Professor Kleinhans zeigen, dass wenn sie Gelatineallergiker*in sind, auch auf Volumenersatzmittel allergisch reagieren können, deren Basis eine modifizierte Gelatine darstellt und es eine Kreuzreaktion zur Gelatine vorliegt.

Eine eher seltene Allergie

Zusammenfassen kann gesagt werden, dass es gemessen an der Vielzahl an Medikamenten auf dem Markt, diese in den wenigsten Fällen eine Typ I Reaktion hervorrufen. Für einen Nachweis könnte ein entsprechendes spezifisches IgE im Serum der Patienten, z.B. mit dem Allergenscheiben ELISA, nicht nachgewiesen werden. Das ist nur bei einer Typ I Allergie möglich, die IgE mediiert ist, wie z.B. eine Pollenallergie. Am häufigsten gelingt ein spezifischer IgE Nachweis im Serum des Patienten in Bezug auf die Testung einer Medikamentenallergie, für Penicillin. Von einer relevanten Häufigkeit im Vergleich zum Nutzen dieses Medikaments zu sprechen wäre allerdings nicht angebracht.

Einen Medikamentenallergie Test machen

Wenn Sie vermuten, dass Sie oder Ihr Baby eine Medikamentenallergie haben, gibt es verschiedene Tests, die Ihr Arzt durchführen kann, um die Diagnose zu bestätigen. Hier sind einige der häufigsten Tests:

  • Hauttests: Bei diesen Tests wird eine kleine Menge des verdächtigen Medikaments auf die Haut aufgetragen und beobachtet, ob eine Reaktion auftritt.
  • Provokationstests: Diese Tests werden normalerweise in Kliniken durchgeführt und involvieren die Verabreichung einer kleinen Menge des verdächtigen Medikaments unter ärztlicher Aufsicht.
  • Bluttests: Es gibt auch Bluttests, die zur Diagnose von Medikamentenallergien verwendet werden können.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Tests nicht immer zuverlässig sind und dass es in manchen Fällen notwendig sein kann, mehrere Tests durchzuführen, um eine Diagnose zu stellen. Wenn Sie vermuten, dass Sie oder Ihr Baby eine solche Allergie haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die passende Behandlung zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Medikamentenallergien ist wichtig, um das Risiko von Komplikationen zu verringern.

Medikamentenallergie Symptome

Wenn Sie vermuten, dass Sie eine Medikamentenallergie haben, ist es wichtig, dass Sie die Symptome kennen, die auf eine solche Allergie hinweisen könnten. Auf diese Weise können Sie schnell handeln und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Mögliche Symptome einer Medikamentenallergie sind:

  • Hautausschläge, Juckreiz oder Rötungen
  • Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Hals
  • Atembeschwerden oder Engegefühl in der Brust
  • Nesselsucht
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohnmacht
  • Fieber
  • Anaphylaktischer Schock (eine schwerwiegende allergische Reaktion, die schnelles Handeln erfordert)

Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken, nachdem Sie ein neues Medikament eingenommen haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, dass eine Medikamentenallergie schnell erkannt und behandelt wird, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie tatsächlich eine Medikamentenallergie haben, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder einen Allergologen. Diese Ärzte können Ihnen weitere Informationen geben und Ihnen bei der Diagnose und Behandlung Ihrer Allergie helfen.

Pharmafirmen sichern sich gut ab, um nicht in Regress genommen zu werden und bringen oft den Hinweis in dem Beipackzettel, dass das Medikament eventuell allergische Reaktionen hervorrufen kann, oder vermerken, dass, wenn sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren sollten, das Präparat meiden und Arzt oder Apotheker kontaktieren sollten.

Man kann sagen, dass im Vergleich zu Pollen, Milben, Schimmelpilzen, Tierepithelien, Insektengiften und Nahrungsmittel nur wenige Medikamente ein, wenn auch sehr geringes allergenes Potential der Typ Klasse I, IgE, aufweisen.

Medikamentenallergie welcher Arzt?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Medikamentenallergie haben, wissen Sie vielleicht nicht, welcher Arzt der richtige für Sie ist. Die gute Nachricht ist, dass es eine Vielzahl von Ärzten gibt, die Ihnen helfen können, eine Medikamentenallergie zu diagnostizieren und zu behandeln.

In den meisten Fällen ist Ihr Hausarzt der erste Ansprechpartner, wenn es um die Diagnose und Behandlung von Allergien geht. Ihr Hausarzt wird in der Regel die ersten Untersuchungen durchführen und gegebenenfalls an einen Spezialisten überweisen, wenn weitere Behandlung erforderlich ist.

Ein Allergologe ist ein Arzt, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Allergien spezialisiert hat. Wenn Ihr Hausarzt der Meinung ist, dass Sie eine Medikamentenallergie haben und weitere Behandlung benötigen, wird er Sie möglicherweise an einen Allergologen überweisen.

Es ist wichtig, dass Sie sich frühzeitig an einen Arzt wenden, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Medikamentenallergie haben. Je früher die Allergie erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Wenn Sie also den Verdacht haben, dass Sie eine Medikamentenallergie haben, zögern Sie nicht, Ihren Hausarzt aufzusuchen. Sie werden Ihnen gerne weiterhelfen.

Medikamentenallergie was tun?

Wenn Sie oder Ihr Baby an einer Medikamentenallergie leiden, gibt es einige Schritte, die Sie unternehmen können:

  • Halten Sie eine Liste der Medikamente, auf die Sie allergisch reagieren, und tragen Sie immer eine Armbanduhr oder einen medizinischen Ausweis bei sich, in dem die Allergie vermerkt ist.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Medikamentenallergie, damit er bei der Verschreibung von Medikamenten die Allergie berücksichtigen kann.
  • Nehmen Sie keine Medikamente ein, auf die Sie allergisch reagieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eine Allergie haben, fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Wenn Sie oder Ihr Baby während der Einnahme von Medikamenten Anzeichen einer allergischen Reaktion zeigen, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf.

FAQ Medikamentenallergie

Welche Medikamente können Allergien auslösen?

Wenn Sie vermuten, dass Sie eine Medikamentenallergie haben, wissen Sie vielleicht nicht, welche Medikamente die Ursache sein könnten. Es ist wichtig zu wissen, dass fast jedes Medikament eine Allergie auslösen kann, aber es gibt einige Medikamente, die häufiger zu Allergien führen.
Einige Medikamente, die häufiger zu Allergien führen, sind:
Penicilline und andere Antibiotika
Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen
Chemotherapie-Medikamente
Medikamente gegen Epilepsie
Medikamente gegen hohen Blutdruck
Transplantationsmedikamente
Medikamente gegen Rheuma
Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Mensch anders auf Medikamente reagiert und dass nicht jedes Medikament bei jedem Menschen eine Allergie auslösen wird. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Allergie gegen ein bestimmtes Medikament haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Allergie abklären zu lassen. Ein Arzt kann Ihnen sagen, ob Sie tatsächlich eine Allergie haben und welche Alternativen es für Sie gibt. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder einen Allergologen, um weitere Informationen zu erhalten.

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