Versand: in 1-2 Werktagen innerhalb Deutschlands und ab 39€ Bestellwert versandkostenfrei.

Pollenallergie

von Dr. Rüdiger Wahl

Pollenallergie

von Dr. Rüdiger Wahl

Heuschnupfen der durch Pollen hervorgerufen wird, wird auch als „Rhinitis“, also allergischer Schnupfen bezeichnet. Bei Allergikern lösen die Pollen bestimmter Pflanzen eine allergische Reaktion aus.

​Die häufigsten Symptome sind: ​

  • eine verstopfte Nase
  • fließender Schnupfen
  • gerötete, juckende und zumeist tränende Augen
  • ständiger Niesreiz
  • sowie ein kribbelnder Juckreiz in den Atemwegen

Zum allergischen Schnupfen der Rhinitis kommt häufig auch eine Entzündung der Bindehaut, eine Konjunktivitis hinzu. Treten beide Reaktionen auf die Pollen gleichzeitig auf, wird von einer allergischen Rhinokonjunktivitis gesprochen.  

Inhaltsverzeichnis:

  • Was sind Pollen?
  • Was sind Gräser-Pollen
  • Was haben Pollen mit de Allergie zu tun?
  • Welche Bäume lösen Allergien aus?
  • Welche Kräuter lösen Allergien aus?
  • In welcher Jahreszeit ist die Polenbelastung besonders hoch
  • Pollenflugkalender
  • Wo und wann ist die höchste Pollenbelastung?
  • Welche Pollen sind gerade in der Luft?
  • Wieviel Polle ist in der Luft?
  • Allergie und Urlaub, was beachten?

Was sind Pollen?

Ein Pollen ist eine Zelle mit männlichem Erbgut, die für die Fortpflanzung der Samenpflanzen wesentlich ist. Sie wird von einer Pflanze freigesetzt und durch Insekten oder den Wind auf eine andere Pflanze übertragen. Die Partikelgröße der Pollen liegt bei >10µm. (1 Mikrometer = 10 hoch -6 Meter).

Was sind Gräser-Pollen?

Zu den Gräsern gehören z.B.  Wiesenlieschgras (Phleum pratense), Dactilis glomerata, Lolium perenne etc. aber auch die Roggenpollen, die wie die anderen Gräser auch zur botanischen Gruppe der Süßgräser zählen. Hier spricht man von einer Kreuzreaktion zwischen Roggen und Gräsern.

Was haben Pollen mit Allergie zu tun?

​Die Pollen, hier besonders die der Gräser und Bäume und auch der Kräuter sind sehr große Verursacher von allergischen Erkrankungen bei entsprechend disponierten Personen. Allergien auf die eben genannten Pflanzen kommen recht häufig vor. Neben den Hausstaubmilben wie Dermatophagoides pteronyssinus sind die Pollen die größten Allergieverursacher bei den Menschen. Es sind zumeist die Pollen der grünen Pflanzen. Allergien auf Blumenpollen, Pollen der bunten Pflanzen, sind eher selten. Wenn, kommen sie dann bei Floristen und Gärtnern vor, die im direkten Kontakt zu den Blumen und somit auch zu den Pollen sind.

Nadelbäume sind ebenfalls weit verbreitete Pollenlieferanten, die aber nur schwach oder gar nicht allergen sind. Zu den Gräsern gehören z.B. Wiesenlieschgras (Phleum pratense), Dactilis glomerata, Lolium perenne etc. aber auch die Roggenpollen, die wie die anderen Gräser zur botanischen Gruppe der Süßgräser zählen. Hier spricht man von einer Kreuzreaktion zwischen Roggen- und Gräserpollen.

Bei den Baumpollen sind die Birke, Erle und Hasel als wichtigste Allergieauslöser zu nennen und auch noch die Esche, wobei die Esche zur botanischen Gruppe der Oleacaen und die der Birke, Erle und Hasel der Betulacaen angehören. Die Buche und Eiche nehmen eher eine untergeordnete Rolle beim allergischen Geschehen ein. Bei den Kräutern sind es die Pollen des Beifuss und Wegerichs und seit noch nicht so langer Zeit die des Ragweeds (Traubenkraut, Ambrosia). Pollen von Brennessel spielen eine untergeordnete Rolle.

Häufige Allergien

In der Hitliste der Allergie verursachenden „Substanzen“ stehen die Pollen, der Gräser, Bäume, Kräuter und der Hausstaubmilben wie Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae an erster Stelle. Sie können z.B. Heuschnupfen und bronchiales Asthma bei entsprechend disponierten Personen hervorrufen, was die Lebensqualität sehr beeinflussen kann.

Welche Bäume lösen Allergien aus?

​Bei den Bäumen sind diese die bedeutendsten Auslöser:

  • Birke
  • Erle
  • Hasel
  • Esche
  • Die Buche und Eiche nehmen eher eine untergeordnete Rolle ein

Welche Kräuter lösen Allergien aus?

Bei den Kräutern sind es die Pollen des Beifuss und Wegerichs und seit noch nicht so langer Zeit die des Ragweeds (Traubenkraut, Ambrosia). Pollen von Brennessel spielen hier eine untergeordnete Rolle.

In welcher Jahreszeit ist die Pollenbelastung besonders hoch?  

Die Pollen fliegen zu unterschiedlichen Zeiten. So muss der Pollenallergiker sich mit einem Pollenkalender vertraut machen, in dem die Pollenflugzeiten der entsprechen-den Pflanzen aufgeführt sind. Auch sollte er ein Pollentagebuch (Allergietagebuch) führen, wo er einträgt wann und wo es bei ihm zu allergischen Symptomen kam. Das erleichtert den Allergologen/in bei ihnen das Allergen für eine entsprechende Behandlung besser einzukreisen. Der Birkenpollenallergiker sollte dabei auch auf den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel achten, aber dazu später mehr in einem anderen Kapitel.

Beginnen tut es im Jahr mit den Baumpollen, wie Hasel und Birke, dann folgen im Mai/Juni die Gräserpollen, wie z.B. Wiesenlieschgras und im August/September die Kräuterpollen wie Beifuss und November noch Ragweed. Aber es heißt nicht das der Allergiker auf alle Pollen sensibilisiert/ allergisch reagieren muss. Er kann ganz individuell auf die einzelnen Pollen mit allergischen Symptomen reagieren.

Wo und zu welcher Tageszeit ist die Pollenbelastung besonders hoch?

Auf dem Land treten die höchsten Pollengehalte tagsüber auf. In der Großstadt kommt es erst abends gegen 20-21 Uhr zu den höchsten Pollenkonzentrationen. Am Morgen freigegebene Pollen werden mittags hoch in die Luft getragen und sinken am späten Nachmittag oft mehrere Kilometer entfernt herab. Deshalb sollten Allergiker*innen in der Stadt besonders abends die Fenster geschlossen halten. Auch können sie an Pollengitter denken, die er vor das Fenster spannt und im Auto an Pollenfilter bei der Klimaanlage. Aber zur Pollenflugzeit muss er auch die Fenster und das Schiebedach geschlossen halten. Untersuchungen ergaben, dass Allergiker am Steuer nach Expertenmeinung ein Sicherheitsrisiko darstellen. Sie haben ein zu 30% höheres Unfallrisiko als Nichtallergiker. Man stellte sogar fest, dass es zur Pollenflugzeit mehr Unfälle gibt als nicht zur Pollenflugzeit. Aber ganz systematisch wurde das noch nicht untersucht.

Pollenflugkalender

Auch sollten Allergiker*innen ein Pollentagebuch führen, wo eingetragen wird, wann und wo es  zu allergischen Symptomen kam. Das erleichtert auch den Allergologen/in bei ihnen das Allergen für eine entsprechende Behandlung besser einzukreisen. Der Birkenpollenallergiker sollte dabei auch auf bestimmte Nahrungsmittel achten, aber dazu später in einem anderen Kapitel mehr. Es beginnt früh im Jahr mit den Baumpollen, wie Hasel und Birke, dann folgen im Juni die Gräserpollen, wie z.B. Wiesenlieschgras und im August/September die Kräuterpollen wie Beifuss und bis November auch Ragweed.

Aber es heißt nicht das Allergiker*innen auf alle Pollen sensibilisiert/ allergisch reagieren müssen. Es kann ganz individuell auf die einzelnen Pollen mit allergischen Symptomen reagiert werden.

Noch vor einigen Jahren sagte man, dass Pollenallergiker*innen nicht so sehr leiden wenn es regnet. Doch dann stellte man fest, dass durch den Regen besonders aggressive Allergene aus dem Pollen rausgewaschen werden und so der Pollenallergiker auch bei Regen seine allergischen Symptome zeigt, wie z.B. Heuschnupfen und Asthma bronchiale. Bei der Untersuchung von Pollen unter dem Elektronenmikroskop stellte man fest, dass diese mit Chemikalien aus Industrie-Autoabgasen und Dieselruß behaftet waren. Es wird vermutet das die Pollen, die so mit Umweltschadstoffen verunreinigt sind, die Allergene leichter freisetzt und damit leichter die Schleimhaut der Nase der Allergiker durchdringen, um dann die entsprechenden Symptome hervor zu rufen, wie z.B. eine Rhinitis (Heuschnupfen)

Bei der Untersuchung von Pollen unter dem Elektronenmikroskop stellte man fest, dass diese mit Chemikalien aus Industrie-Autoabgasen und Dieselruß behaftet waren.

Untersuchungen von mit Ozonbelasteten Pollen, die ich mit Mitarbeitern durchführte ergaben, dass durch die Ozonbelastung die Konzentration eines Hauptallergens bei Gräsern, Phl p 5, zugenommen hatte im Vergleich zu nicht so stark Ozon belasteten Graspollen. Das muss wieder im Kontext mit der Klimaveränderung gesehen werden (erhöhte Ozonbelastung der Luft).

Wie erkennt man nun welche Pollen sich gerade in der Luft befinden?

Über eine Pollenfalle kann man einfach feststellen welche Pollen sich in der Luft befinden. Auf einem Gebäue ist die Pollenfalle angebracht. An dem beidseitigen Klebeband kleben die Pollen fest. Sie werden mit einem speziellen Farbstoff angefärbt und dann unter dem Mikroskop ausgezählt. Die Pollen verfügen über charakteristische Merkmale, sodass eine Zuordnung nicht so schwer möglich ist. Über diverse Berechnungen kann dann gesagt werden, wie hoch das Pollenaufkommen z.B. der Birke in der Luft ist. Die Bäume, Gräser- und Kräuterpollen fliegen auch zu unterschiedlichen Zeiten. Um zu sehen was sich gerade wo in der Luft befindet gibt es die sogenannten Pollenblühkalender. In dem ist der Pollenflug der unterschiedlichen Pflanzen markiert. Beginnen tut es im Dezember schon mit den Haselpollen, wenn der Winter warm war, dann kommen Birke- und Erle. Birke, Erle und Hasel gehören zur botanischen Familie der Betulacaen. Im Juni schließen sich die Gräserpollen an und im September die der Kräuterpollen.

Was fliegt denn da so an Mengen in der Luft?

Eine Roggenähre weist 4,2 Millionen Pollenkörner auf. Ein Haselnussstrauch mittlerer Größe 600 Millionen Pollen. So fallen in Mitteleuropa im Schnitt 27 000 Pollenkörner pro cm2. Stellen sie sich einmal ein Feld mit Roggenähren vor und dann die Anzahl der Pollen, kaum zu greifen die Zahl finde ich. Schwedische Untersuchungen zeigten, dass Neugeborene, die zur Birkenpollenflugzeit geboren wurden, häufiger Birkenpollenallergiker waren als Neugeborene, die zu anderen Jahreszeiten zur Welt kamen. Der Grund dieses Phänomens ist noch völlig unerschlossen.

Wenn man in den Urlaub fährt sollte man beachten, dass es sogenannte Kreuzreaktionen gibt, d.h. einfach ausgedrückt, verschiedene Pflanzen haben die gleichen Allergene. So sollte ein Eschepollenallergiker daran denken dass es zu Ölbaumpollen eine Kreuzreaktion gibt, die z.B. in Griechenland vorkommen. So kann der Eschepollenallergiker auch zur Flugzeit der Ölbaumpollen z.B. in Griechenland im Urlaub allergische Reaktionen zeigen. Beide gehören der botanischen Gruppe der Oleacaen an, wie auch der Flieder. Auf das Phänomen der Kreuzreaktion werden wir in einem anderen Kapitel ausführlich eingehen.

Birkenpollenallergiker können schon bei warmen Winter im Dezember allergische Reaktionen zeigen, da dann schon die Haselpollen fliegen und es eine Kreuzreaktion zwischen Birke und Hasel aber auch zur Erle gibt. Also wenn man so will sind die Pollen die größten Luftverschmutzer, aber so hart wollen wir das nicht sehen, obwohl Pollenallergiker einen sehr hohen Leidensdruck ausgesetzt sind, aber zum Glück gibt es ja zur Linderung dieser Erkrankung entsprechend wirksame Medikamente, auf die wir in einem anderen Kapitel eingehen werden.

Man kann sogar sagen, dass es länderspezifische Pollen/Pflanzen gibt. In Skandinavien sind es die der Birken, in den USA die des Ragweeds, in mediterranen Ländern die des Glaskrauts (Parietaria) und des Ölbaums, in Japan die der japanischen Zeder und in Deutschland die der Gräser hier besonders des Roggens. Von all den sind die Atopiker (Allergie wird vererbt) am stärksten von allergischen Erkrankungen, betroffen.

Allergie und Urlaub, was sollten Sie beachten?

Wenn man in den Urlaub fährt, sollte man beachten, dass es so genannte Kreuzreaktionen gibt, d.h. einfach ausgedrückt, verschiedene Pflanzen haben die gleichen Allergene. So sollte ein Eschepollenallergiker daran denken, dass es zum Ölbaumpollen eine Kreuzreaktion gibt, die z.B. in Griechenland vorkommen. So kann der Eschepollenallergiker auch zur Flugzeit der Ölbaumpollen z.B. in Griechenland im Urlaub allergische Reaktionen zeigen. Beide gehören der botanischen Gruppe der Oleacaen an, wie auch der Flieder. Auf das Phänomen der Kreuzreaktion werde ich in einem anderen Kapitel mit eingehen.​​​​​​​​​​​​​

Birkenpollenallergiker können schon bei einem warmen Winter im Dezember allergische Reaktionen zeigen, da dann schon die Haselpollen fliegen und es eine Kreuzreaktion zwischen Birke und Hasel aber auch Erle gibt. Also wenn man so will, sind die Pollen die größten Luftverschmutzer, aber so hart will ich das nicht sehen, obwohl Pollenallergiker einen sehr hohen Leidensdruck ausgesetzt sind, aber zum Glück gibt es ja zur Linderung dieser Erkrankung entsprechend wirksame Medikamente, auf die ich in einem anderen Kapitel eingehen werde.

Man kann sogar sagen, dass es länderspezifische Pollen/Pflanzen gibt. In Skandinavien sind es die der Birken, in den USA die des Ragweeds, in mediterranen Ländern die des Glaskrauts (Parietaria) und des Ölbaums, in Japan die der Zeder und in Deutschland die der Gräser hier besonders des Roggens. Von all den sind die Atopiker (Allergie wird vererbt) am stärksten von betroffen.

Pollen

Ein Pollenkorn ist eine Zelle mit männlichem Erbgut, das für die Fortpflanzung der Samenpflanzen wesentlich ist. Die Partikelgröße der Pollen liegt bei kleiner 10 Mikrometer (1Mikrometer = 10-6 Meter). Die Pollen werden von den Pflanzen freigesetzt und durch Insekten oder den Wind auf andere Pflanzen übertragen. Die wichtigsten Pollen sind in Deutschland die der Gräser, des Getreides, der Bäume sowie Kräuter. Hierbei handelt es sich um Pollen, die mit dem Wind getragen werden. Nadelbäume sind ebenfalls weit verbreitete Pollenlieferanten, doch in der Regel sind diese nur schwach oder gar nicht allergen.

Roggenähre und mehr

Eine Roggenähre weist 4,2 Millionen Pollenkörner auf und ein Haselnussstrauch mittlerer Größe ca. 600 Millionen Pollen. In Mitteleuropa fallen im Schnitt 27 000 Pollenkörner pro cm2. An der Spitze der Pollen stehen die der Gräser, wie z.B. Wiesenlieschgras und der Bäume, wie z.B. der Birke. Es kann aber regional und länderspezifische Unterschiede geben. So sind in Südeuropa die Ölbaum- und Glaskrautpollen wichtig. In Japan die der japanischen Zeder. In Deutschland sind es die der Gräser, dazu zählen auch die Roggenpollen, denn Roggen gehört botanisch gesehen auch zu den Süßgräsern. Bei den Bäumen ist es dominierend die Birke. Dann folgen die Pollen der Kräuter wie Beifuss- und Wegerichpollen und seit einiger Zeit auch die des Traubenkrauts (Ragweed), das besonders in den USA ein sehr wichtiges Allergen darstellt und vor einigen Jahren nach Deutschland rein geschleppt wurde.

Pollenallergiker

Wenn sie auf z.B. Gräserpollen allergisch reagieren heißt es aber nicht, das sie auch auf z.B. Baumpollen allergisch reagieren müssen. Bei der Pollenallergie spricht man von einer saisonalen Allergie. Im Gegensatz dazu bei der Hausstaubmilbenallergie von einer perennialen, ganzjährigen, Allergie.

Allergie bei Regen

Früher, ja früher, da sagte man, die Pollenallergiker/in können ohne Probleme beim Pollenflug ganz getrost bei Regen draußen spazieren gehen, natürlich mit umbrella, da die Pollen aus der Luft gewaschen werden und abregnen und er/sie so nur geringe allergische Reaktionen zeigen wird/werden. Heute, ja heute,. da weiß man, dass das gar nicht stimmt.

Bei Regen saugen sich die Pollen mit dem Regenwasser voll, fallen zu Boden und platzen dort. Dabei werden noch mehr Allergene und kleinere Allergene freigesetzt, als bei Nichtregen. Diese kleineren Allergene können noch „besser“ bis zur Lunge vordringen und bei entsprechenden Allergiker/innen, nicht nur einen Heuschnupfen sondern auch bronchiales Asthma hervorrufen, was deutlich unangenehmer ist als der Heuschnupfen, der auch schon „quality of life“ sehr stark beeinflussen kann. Das wird auch als „Gewitter-Asthma“ bezeichnet.

Deshalb sollten Pollenallergiker besser bei Regen und Gewitter zu Hause bleiben, um nicht zusätzlichen, angreifenden Allergenen ausgesetzt zu werden. Wenn der Regen/das Gewitter aufgehört hat, sollten sie noch ca. 30 Minuten im Haus bleiben. Danach sollten sie erst nach draußen gehen. Also ist nichts mit Dancing in the rain, oder Under my umbrella, umbrella, umbrella.

Was können sie vorbeugend als Pollenallergiker/in tun?

Sie sollten sich täglich die Haare waschen, um die Pollen aus den Haaren zu entfernen. Ziehe dich im Bad und nicht im Schlafzimmer aus, damit die Pollen aus der Kleidung im Bad bleiben und nicht im Schlafzimmer und nächtliche Probleme auftreten können. Die Wäsche sollte im Trockner und nicht draußen an der frischen Luft getrocknet werden, denn in der Wäsche können sich Pollen verfangen. Zur Abwehr gegen die Pollen kannst du Pollengitter vor die Fenster spannen. Zu bestimmten Zeiten solltest du die Fenster geschlossen halten. Im Auto solltest du eine Klimaanlage mit Pollenfilter haben und zu den entsprechenden Zeiten die Fenster geschlossen halten.

Neuerdings gibt es auch spezielle Luftreinigungsgeräte, die könnte man auch einmal bei sich im Wohnbereich ausprobieren, ob sie Linderung geben. Du solltest dich beim Allergologen/in testen lassen und der wird dann entscheiden ob bei dir eine spezifische Immuntherapie (SIT) durchgeführt werden soll oder nicht.. Die Erfolgsquote liegt bei der SIT recht hoch. Meistens erstreckt sie sich die SIT über drei Jahre.

Pollen und Klimawandel

Untersuchungen von mit Ozonbelasteten Pollen, die wir mit Mitarbeitern durchführten ergaben, dass durch die Ozonbelastung die Konzentration eines Hauptallergens bei Gräsern, nämlich Phl p 5, zugenommen hatte im Vergleich zu nicht so stark Ozon belasteten Graspollen. Das muss im Kontext mit der Klimaveränderung gesehen werden (erhöhte Ozonbelastung der Luft). Durch die deutliche Zunahme von Phl p5 wuchs auch die allergene Potenz der Gräserpollen, d.h. sie wurden „aggressiver“.

Die Umweltverschmutzung hat wohl einen Einfluss auf die Aggressivität der Pollen. Das sollte noch intensiver verfolgt werden, auch unter dem Aspekt der Klima-veränderung.

In Japan stellte man fest, dass Personen, die in einem Gebiet mit großer Dieselabgasbelastung aber mit relativ geringen Pollenflug der japanischen Zeder lebten, häufiger allergisch auf diese Pollen reagierten als Personen, die in einem Gebiet mit hohem Pollenaufkommen aber ohne Dieselabgasbelastung wohnten. Ein weiteres Indiz für den Einfluss der Umweltschadstoffe auf die allergene Potenz von Pollen.

Corona und Pollen

Da wir zu Coronazeiten fast immer Masken tragen müssen, kann es möglich sein, dass dabei ungewollt die Pollenallergiker eine Linderung erfahren, je nachdem wie feinporig die Maske ist und die Pollen zurück gehalten werden. Aber viele Daten gibt es dazu noch nicht. Ich denke, Forschungsgruppen sind da schon dran.