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Milben im Bett

von Dr. Rüdiger Wahl

Milben im Bett

von Dr. Rüdiger Wahl

Millionen Milben im Bett sind wirklich keine schöne Vorstellung. Dennoch, der bevorzugte Lebensraum von Milben sind Matratzen, Kissen und Decken. Mit Ihnen teilen wir Nacht für Nacht unser Bett. Einige Milben können auch direkt den Menschen befallen, ob Hausstaubmilben dazu gehören und ob sie gefährlich oder schädlich für uns sind, erfahren Sie im Folgenden. Auch verraten wir, wie Sie Milben erkennen und was Sie gegen Milben tun können, wenn Sie allergische Reaktionen haben.  

Warum sind Milben im Bett?

Milben und speziell Hausstaubmilben finden wir überall dort wo wir Menschen uns wohlfühlen. Wir leben mit Ihnen zusammen in unseren Häusern und Wohnungen. Ihr bevorzugter Lebensraum sind unsere Matratzen, da sie dort alles finden was sie brauchen, daher werden sie auch häufig als Bettmilben bezeichnet. Hausstaubmilben lieben ein feucht- warmes Klima und der Lieferant Ihrer Nahrung legt sich jeden Abend dazu und sorgt für Nachschub. Milben ernähren sich nämlich hauptsächlich von Hautschuppen die wir Menschen verlieren sowie kleinsten Staubpartikeln. Unsere Schlafzimmer, Betten und Matratzen bieten ihnen daher die perfekten Lebensbedingungen.

​Stellen Sie sich gerade die Fragen:

Wie erkenne ich ob ich Milben im Bett habe?

Was kann ich tun gegen Milben im Bett?

Wir geben die 6 besten Tipps wie Sie Milben erfolgreich bekämpfen können.

Das sind unsere Themen

  • Wie kann ich Milben im Bett erkennen?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass ich Milben in meinem Bett habe?
  • Wie sehen Milben aus?
  • Die 6 besten Tipps gegen Milben im Bett
  • Tipp 1: Das Bett aufschütteln und Lüften
  • Tipp 2: Milben-Bettwäsche verwenden
  • Tipp 3: Raumklima verändern
  • Tipp 4: Bettwäsche heiß waschen
  • Tipp 5: Milbenspray verwenden
  • Tipp 6: Allergiker geeignete Staubsauger
  • Symptome einer Hausstaubmilbenallergie​
  • FAQ: MILBEN – Was tun gegen Milben ?​

Milben im Bett erkennen​

Viele Milbenarten sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, da sie extrem klein sind. Die kleinsten bekannte Milbenart wird nur etwa 0,1mm groß. Hausstaubmilben gehören zu den am häufigsten vorkommenden Milben und bevölkern oftmals millionenfach das Bett. Sie sind mit dem bloßen Auge allerdings auch nicht zu erkennen, da sie ebenfalls nur 0,3 – 0,5mm groß werden.  Das sichere Anzeichen für Milben im Bett sind die allergischen Reaktionen am Abend und morgens nach dem Aufwachen.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich Milben in meinem Bett habe?

Milben im Bett und in jedem Haushalt, sie gehören einfach zu unserem biologischen Umfeld. Egal wie reinlich Sie sind, unabhängig davon wie oft Sie saugen und wischen, Sie werden immer Hausstaubmilben haben. Wie bereits erwähnt, fühlen sich Milben bei warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit sehr wohl, daher sind die meisten Milben auch in den Betten zu finden. Auch wenn Sie die Milben mit bloßem Auge nicht erkennen können, können Sie sicher sein, dass Sie zusammen mit etwa 2 Millionen Milben Ihre Nacht im Bett verbringen. Aber keine Angst, für die meisten Menschen sind Hausstaubmilben völlig harmlos. Auch übertragen die Milben keine Krankheiten. Allergiker und Allergikerinnen reagieren auf die Allergene der Milben. Je mehr Milben umso großer die Belastung und umso heftiger fallen die Symptome einer Hausstauballergie aus.

Wie sehen Milben aus?​

​Milben gehört zur Gattung der Pyroglyphidae und sind Spinnentiere. Daher haben sie auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Spinnen. Von der gemeinsamen Gattung abgesehen unterscheiden sich Milben allerdings deutlich von Spinnen.

Steckbrief der Milbe

​Größe: Milben sind etwa 0,1 – 0,5 Millimeter groß, je nach Art.
Körperbau: der Körper einer Milbe ist im Vergleich zu einer Spinne eher rundlich und verfügt im ausgewachsenen Stadium über acht Beine. (Als Milbenlarve sind es lediglich sechs)
Sehvermögen: Milben sind überwiegend blind.
Farbe: Je nach Milbenart können die Farben von durchsichtig- über milchig-, weiß-, bis hin zu orange variieren.

​Bekannt sind etwa 50.000 verschiedene Arten. Allerdings kommen nur wenige davon in unserem direkten Umfeld vor. Die bekannteste Milbenart ist die Hausstaubmilbe die unter vielen Bezeichnungen, wie z.B. Staubmilbe oder auch Bettmilbe bekannt ist.

Was kann ich gegen Milben im Bett tun?

Im Folgenden finden Sie unsere Tipps, die Ihnen helfen werden, die Anzahl der Milben so gering wie möglich zu halten. Je geringer die die Anzahl der Milben, umso geringer Ihre allergischen Symptome und desto erholter werden Sie am Morgen aufwachen. Wenn Sie diese Ratschläge umsetzen, werden Sie den Großteil der Hausstaubmilben aus Ihrem Bett vertreiben.

Tipp 1: Jeden Morgen das Bett aufschütteln und Lüften

Öffnen Sie für ein paar Minuten die Fenster und Lüften das Schlafzimmer kräftig durch. (Stoßlüftung) Beim Stoßlüften werden die Fenster für mehrere Minuten komplett geöffnet, um die verbrauchte Luft durch frische Luft zu ersetzen. Während der Heizsaison sollten Sie die Thermostatventile dabei herunterdrehen. Das Stoßlüften können Sie auch mehrmals täglich (etwa 3-4 Mal) wiederholen. Während Sie lüften, schütteln Sie Ihre Kissen und Decken kurz, aber gründlich aus. Milben bevorzugen ein warmes, leicht feuchtes Klima im Bett. Mit dieser morgendlichen Routine machen Sie es den Milben geradezu ungemütlich in Ihrem Bett.

Tipp 2: Allergiker Bettwäsche | Encasings verwenden

​Verwenden Sie Milben undurchlässige Bettbezüge sog. Encasings. Diese Schutzbezüge verhindern, dass Milben und die Allergene aus Ihrer Matratze, dem Kissen und der Decke in die Atemluft gelangen. Ebenso verhindern Encasings dass Milben weiter mit Ihren Hautschuppen versorgt werden. Um die Belastung durch Hausstaubmilben zu verringern sind Encasings unverzichtbar.

Tipp 3: Das Raumklima verändern

Milben lieben eine Luftfeuchtigkeit von 70% – 80% und Temperaturen von etwa 20° bis 30° C. Durch das Aufschütteln der Bettwäsche am Morgen und kräftigem Stoßlüften, machen Sie es Milben schwer sich in Ihrem Bett weiterhin wohl zu fühlen. Raumtemperatur verringern. Am Tage sollte die Temperatur in Ihrem Schlafzimmer deutlich unter 20°C liegen. Versuchen Sie zudem die Luftfeuchtigkeit unter 70% zu halten. Mit diesen Veränderungen nehmen Sie auch den hartnäckigsten Milben die Freude sich in Ihrem Schlafzimmer wohl zu fühlen.

Allergiker Bettwäsche gibt es hier.

Tipp 4: Heiß waschen und ein Waschmittel gegen Milben verwenden

​Milben überleben im warmen Wasser. Hausstaubmilben können durchaus über 2 Stunden, bei Temperaturen von 70°C im Wasser überleben, dass ist schon seit langer Zeit wissenschaftlich bewiesen. Ein normaler Waschgang in der Waschmaschine bei 60°C, ist häufig nicht effektiv gegen diese resistenten Plagegeister. Sollten Sie irgendwo lesen, dass Milben bei 60° C im Wasser sterben, so ist dies schlichtweg falsch. (Wie u.a. Wahl et al. zeigen konnte) Sie müssen heiß waschen!

Je höher die Temperaturen steigen, umso geringer wird aber auch auch die Überlebensdauer und Chancen der Milben. Bei einer Waschtemperatur von 90° C sterben Milben dann zuverlässig ab. Ein Problem zeigt sich allerdings sofort, denn viele Textilien sind nicht für die Kochwäsche geeignet. Hinzu kommt, dass die abgestorbenen Milben der Wäsche anhaften und nach dem trocknen langsam zerfallen. Die zerfallenen Milbenkörper gelangen in die Atemluft und verursachen wieder Symptome der Allergie.

​Für dieses Problem haben wir eine Lösung

Verwenden Sie bei Ihrer Wäsche die Zugabe unsere speziellen Waschzusätzen gegen Milben. Diese töten die Hausstaubmilben sicher ab und verhindern, dass sie an den Textilien anhaften. Das Milben-Waschmittel gegen Milben wirkt bereits bei Waschtemperaturen ab 30°C und ist daher auch für Wolle und Feines geeignet.

Tipp 5: Gegen Milben – Ein Milbenspray verwenden

​Ein Milbenspray ist sicher und schnell gegen Milben. Um Milben effektiv zu bekämpfen eignen sich Akarizide nachweislich. Umgangssprachlich werden diese Mittel Milbenspray genannt. Akarizide sind für den Menschen ungefährlich, für Milben aber tödlich. Achten Sie bei Kauf eines Milbenspray darauf, dass die enthaltenen Wirkstoffe rein pflanzlich sind. Bei der Anwendung ist es wichtig, dass Sie die Oberflächen nach der Einwirkzeit gründlich absaugen. Da das allergene Material nicht denaturiert wird, sondern nur die Milben getötet wurden, können die allergischen Symptome und Reaktionen auch nach dem Tod der Milben auftreten.

Tipp 6: Allergiker sollten einen geeigneten Staubsauger verwenden

Bei Absaugen sollten Allergiker/innen auf einen Allergiker Staubsauger zurückgreifen, da dieser verhindert, das die Allergene aus dem Beutel in die Atemluft gelangen.

​Informationen zu Allergiker Staubsaugern haben wir hier zusammengefasst.

Allergische Reaktion bei Milben im Bett​

​Wenn Sie allergisch auf Milben im Bett reagieren, dann haben Sie höchstwahrscheinlich eine Hausstaubmilbenallergie. Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie ähneln denen eines Heuschnupfens oder einer Gräser- bzw. Pollenallergie sehr stark. Die Schleimhäute schwellen an, es kommt zu dauerhaftem (allergischem) Schnupfen, laufender Nase und Niesanfällen. Oft jucken die Augen und wir fühlen uns müde und abgeschlagen. Besonders schlimm zeigen sich diese Symptome in den eigenen vier Wänden und zumeist am Morgen nach dem Aufwachen. Die allergische Reaktion deren Auswirkungen wir zu spüren bekommen, werden von Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen verursacht. Die aggressiven Allergene (winzige Partikel) werden mit der Atemluft aufgenommen und verursachen die Symptome einer Hausstaubmilben Allergie. Die Verursacher der Allergie tummeln sich oft millionenfach dort, wo auch wir uns gerne aufhalten und wohlfühlen, in unseren Betten, auf der Couch oder anderen textilen Einrichtungsgegenständen.  

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie sind:

  • allergischer Schnupfen
  • allergisches Asthma
  • Niesreiz
  • Anschwellen der Schleimhäute
  • juckende und tränende Augen
  • Atemprobleme
  • dauerhaft verstopfter oder laufender Nase
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Hautausschlag 

Was kann ich gegen die Milben und die Allergie tun?​

Um die Beschwerden der Allergie schnell loszuwerden, müssen Sie sofort die Menge der Hausstaubmilben reduzieren.​ Benutzen Sie ein Milbenspray und verwenden sie für Ihre Betten Allergiker Bettwäsche – Encasings.

Was löst die Milbenallergie aus?​​

Das was die Allergie auslöst sind Allergene. Die meisten Allergene sind Proteine, in diesem Fall sind es die der Hausstaubmilben und deren Kot.​ Die Reaktion des Immunsystems mit Antikörpern auf das Allergen ist maßgeblich von der Belastung mit Allergenen abhängig. Vermeiden Sie den Kontakt mit Allergnen, verschwinden auch die allergischen Symptome​ Die Gleichung ist recht simpel: Wenig Milben = Wenig allergische Symptome = Linderung der Hausstaubmilbenallergie.

Hilft Backpulver gegen Milben?​

Die Vorgehensweise soll “relativ einfach” sein und verspricht sofortige Hilfe. Was du angeblich benötigst: Etwas Backpulver, ein Küchensieb und einen Staubsauger. Falls Du Gerüche vertreiben möchtest, so sollst Du ätherische Öle in das Gemisch geben.

​Wie Du angeblich vorgehen sollst: Du sollst etwa eine Tasse des Backpulver in ein großes Glas geben und ein paar Tropfen des gewünschten ätherischen Öls hinzufügen, dann gut schütteln. Das Backpulver gleichmäßig , mit dem Küchensieb auf der Matratze verteilen und für ca. 1 Stunde einwirken lassen. Danach mit einem gewöhnlichen Staubsauger von der Oberfläche absaugen.

Unsere Bewertung des Tipps: Die Wirkung des Backpulvers wird kaum sofort spürbar sein. Das Absaugen hilft gegen Milben an der Oberfläche, wirkt aber nicht auf den Befall im Kern der Matratze. Die Belastung der Allergene wird kurzfristig zurückgehen hilft aber nicht auf Dauer. Backpulver tötet Milben nicht, es vertreibt sie auch nicht. Backpulver ist in der Lage Feuchtigkeit zu binden, das wars dann aber auch. Milben ernähren sich von Hautschuppen die wir Menschen verlieren, sobald Sie das Bett wieder benutzen, werden auch die Milben zurückkehren. Eine Dauerhafte Lösung gegen die Hausstauballergie oder gar gegen Milben stellt eine Behandlung der Matratze mit Backpulver nicht dar. Zusammenfassend halten wir diesen Tipp lediglich für eine Verschwendung von Backpulver.

Hilft Sonne oder Kälte gegen Milben?

​Untersuchungen zeigten, dass eine intensive Sonnenbestrahlung (ca. 40°C) bis zu sechs Stunden ausreicht, um lebende Milben abzutöten. Extreme Kälte tötet Milben, aber die Allergie auslösenden Partikel bleiben danach noch immer aktiv.

Kälte hilft gegen Milben – aber nicht gegen Allergene!​

Es wird empfohlen z.B. das Bettwäsche oder sonstige Textilien auf denen sich Hausstaubmilben befinden, für einige Zeit in die Tiefkühltruhe, -20°C, zu legen, um so die Hausstaubmilben abzutöten. Das wurde von Dr. Wahl umfangreich überprüft. Er konnte so, ein 60 Jahre altes Gerücht widerlegen. Es bringt gar nichts Textilien in die Tiefkühltruhe bei -20°C zu legen. Was Jahrzehnte geglaubt wurde, ist nachweislich falsch! Die Milben werden wohl abgetötet, aber die Hausstaubmilbenallergene bleiben voll in Takt und werden durch die Kälte nicht zerstört. Selbst nach einer Lagerung von einem Jahr bei -20°C konnten dort noch Hausstaubmilbenallergene nachgewiesen werden. Es ist allerdings auch naheliegend, dass die Hausstaubmilbenallergene nicht durch Kälte zerstört werden, denn Allergiefirmen frieren die die entsprechenden Allergenextrakte, wie auch die der Hausstaubmilbe bei -20°C ein und stellen dann daraus die entsprechenden Präparate zur Diagnose und Therapie her. Wenn die Allergene durch die Kälte zerstört werden würden, wäre das gar nicht möglich solche Produkte herzustellen und beim Menschen einzusetzen.​

Wäsche ins Gefrierfach gegen Milben?

Die Textilien nur in den Kühlschrank, oder das Gefrierfach zu legen, reicht zur Bekämpfung von Milben leider nicht aus. Kälte, die wir Menschen auch nicht besonders angenehm empfinden, mögen auch Milben nicht, sie halten diese aber aus. Bei Temperaturen von etwa -15°C über einen Zeitraum von 36-48 Stunden überleben Milben allerdings nicht. Aus Laborversuchen ist hervorgegangen, dass diese Temperaturen durchaus notwendig sind um Milben zu töten. Eine Übernachtung im Kühlschrank überlebt mehr als die Hälfte der kleinen Spinnentiere problemlos. Legen Sie die Textilien also bei mindestens -12°C für 4-6 Tage in das Gefrierfach. Danach sind die wenigsten Milben noch in der Lage Eier zu legen und sich zu vermehren. Nach etwa zwei Wochen im Gefrierfach können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass keine Milbe überlebt hat.

​​Achtung, Milben sterben ab, aber die Allergene bleiben aktiv

Bedenken Sie aber, dass die Milben und Ihre Hinterlassenschaften nicht wie durch Zauberhand verschwunden sind, wenn sie sie in die Gefriertruhe gelegt haben. Nach dem Auftauen der Textilien, müssen Sie diese unbedingt absaugen oder draußen sehr gründlich ausschütteln/ausklopfen. Verwenden Sie dabei gern eine Maske, denn die Partikel können noch immer allergische Reaktionen auslösen. Danke für Ihr Interesse, hier einige weitere ausgesuchte Themen für Sie.